Welche Kata gibt es - Judoclub Tiroler Oberland

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Welche Kata gibt es?

Jede Kata hat ihren eigenen Charakter. Manche sind langsam und kraftvoll, andere werden schnell und mit Leichtigkeit ausgeführt. Andere sind mehr graziös mit fließenden, natürlichen Bewegungen und wieder andere werden sehr langsam mit hoher Muskelspannung performt.

Im Judo sind etwa 15 Kata bekannt; der Kodokan praktiziert folgende Arten von Kata:

Nage no kata

Die Nage no kata besteht aus 15 Wurftechniken (Nage-waza). Jeweils drei aus jeder der fünf Gruppen Te-waza (Handtechniken), Koshi-waza (Hüfttechniken), Ashi-waza (Fuß- und Beintechniken), Ma-sutemi-waza (gerade Selbstfalltechniken) und Yoko-sutemi-waza (seitliche Selbstfalltechniken), mit denen die unterschied-lichen Wurfprinzipien veranschaulicht werden.

Katame no kata

Die Katame no kata besteht aus 15 Grifftechniken (Katame-waza). Jeweils fünf aus jeder der drei Gruppen Osae-komi-waza (Festhaltetechniken), Shime-waza (Würgetechniken) und Kansetsu-waza (Gelenk- und Hebeltechniken), mit denen die unterschiedlichsten Technikprinzipien veranschau-licht werden.

Kime no kata

Die Kime no kata wird auch als Shinken shobu no kata bezeichnet (Kata für den Kampf auf Leben und Tod) und wurde dazu geschaffen, die Grundlagen von Angriff und Verteidigung in realen Kampf-situationen zu unterrichten. Die 20 Techniken dieser Kata, die Schläge auf lebenswichtige Punkte beinhalten, sind alle in Situationen des echten Lebens anwendbar, sind aber im Randori verboten. Sie werden unterteilt in zwei Gruppen: Idori, wo die Techniken im Knien ausgeführt werden, und Tachiai, Techniken im Stand.

Kodokan goshin jutsu,

offiziell eingeführt im Jahr 1956, ist eine Zusammenstellung von 21 Selbstverteidigungstechniken, 12 davon gegen einen unbewaffneten Angreifer und 9 gegen einen bewaffneten Angreifer.

Ju no kata

Wie der Name schon nahelegt, sind die Bewegungen in diesen Formen nachgiebig. Die Übungen werden dazu entwickelt, um grundlegende Körperbewegungen für Notfälle sowie den effizientesten Einsatz der eigenen Stärke zu trainieren. Weil das Üben dieser Formen dazu beiträgt, den Körper zu trainieren und das Konzept des Ju zu lehren, werden sie vor allem Anfängern empfohlen. Es gibt drei Gruppen mit jeweils fünf Techniken.

Diese 5 Kata kommen bei Europa- und Weltmeisterschaften zur Austragung.


Itsutsu no kata

Diese Kata ist nie fertiggestellt worden, deshalb haben die fünf Techniken bis heute keine Namen, sondern sind nur mit ihrer Nummerierung bekannt. Die ersten beiden ähneln JuJutsu-Techniken der Tenjin Shinyo-Schule, während die anderen drei von ihrem Charakter her völlig anders sind als alles, was aus dem früheren JuJutsu bekannt ist. Bei diesen drei Techniken werden große Bedeutungsinhalte mit dem menschlichen Körper dargestellt, wie die Bewegung von Wasser, der Flug von Himmelskörpern sowie andere Naturkräfte.

Koshiki no kata

Hierbei handelt es sich ursprünglich um Formen des Werfens der Kito-Schule (Kito-ryu), die von Jigoro Kano zum Teil leicht modifiziert und als Koshiki no kata (Formen der alten Art) in das Kodokan-Judo übernommen wurden.
Die insgesamt 21 Techniken gliedern sich in 14 Omote-Techniken und 7 Ura-Techniken und gestatten auf elegante Weise tiefe Einblicke in die Theorie und die Substanz des Judo.

Seiryoku zen yo kokumin taiiku no kata

Diese Kata wurde von Jigoro Kano als eine ideale Form zur Nationalen Leibeserziehung entwickelt. Sie gliedert sich in die beiden Bereiche Kobo-shiki (Formen von Angriff und Verteidigung), auch als Bujutsu-shiki (Formen der Kampftechnik) bezeichnet, und Buyu-shiki (Formen des Tanzes). Es handelt sich hierbei weniger um eine Kata im engeren Sinn als vielmehr um ein komplexes System.

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